Inzwischen gibt es auch eine Onlinepetition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten:
Text der Petition
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.
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Geschrieben von: tobbe in Security, tags: Antivirenprogramme, Anwendung, Betreff, Debugger, E-Mailadresse, Emold, EncPk-GH, FProt, Microsoft, Mißbrauch, Schädling, Security, Sophos, Spamversand, Sperrung, Trojaner, Trojanerwelle, Umlauf, Web
Achtung: Zur Zeit rollt eine neue Trojanerwelle durch´s Web!
Betreff: Die E-Mailadresse xxx@xxx.xx wird gesperrt.
Text:
Ihre Email “xxx@itservice-burggraf.de” wird wegen Missbrauch innerhalb der naechsten 24 Stunden gesperrt. Es sind 89 Beschwerden wegen Spamversand bei uns eingegangen.
Details und moegliche Schritte zur Entsperrung finden Sie im Anhang.
Diesen Anhang auf keinen Fall öffnen oder die Anwendung Sperrung.exe ausführen!
Laut heise Security installiert sich dieses Trojaner als Default Debugger für den Explorer.exe Prozess und wird so fortwährend mitgestartet!
Bis jetzt kennen nur wenige Antivirenprogramme diesen Schädling.
- Sophos:Mal/EncPk-GH
- Microsoft: Win32/Emold.C oder Win32/Obfuscator.CT
- FProt W32/Trojan3.MX.
Links:
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Geschrieben von: tobbe in Internet, tags: Ausstellung, Bundestagsabgeordnete, IM Schubert, Internetnutzer, Macht, Sperrung, Stasivorwürfe, Wikimedia, wikipedia, Wikipediaweiterleitung
Hab ich mir´s doch gedacht
Dieser Satz schoss mir heut als erster Gedanken als ich folgenden Artikel auf Focus.de gelesen habe. Darin lautet es:
Es gibt Wege, sich wirklich bei allen unbeliebt zu machen. Dies musste der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann am Wochenende feststellen. Als bekannt wurde, dass er eine Einstweilige Verfügung gegen den Verein Wikimedia Deutschland erlassen und die Sperrung der Seite wikipedia.de erreicht hatte, sank die Beliebtheit des Politikers so rapide, als hätte er vor laufenden Kameras ein Eisbären-Baby getreten.
Ich denke passender kann man das was am Wochenende geschehen ist nicht beschreiben und man sieht wieder einmal welche Macht die Internetnutzer inzwischen haben.Der Politiker kündigte an, nachdem ein großteil der von ihm bemängelten Textstellen entfernt wurden (angebliche Verwicklung in innerparteiliche Konflikte/ Sexversand), nicht weiter gegen den Verein Wikimedia gerichtlich vorzugehen.
Nur andererseits muss man sich auch die Frage stellen- wie würde man sich selbst verhalten wenn in einem beliebten Onlineportal evt. falsche Äußerungen über einen stehen würden. Meist bleibt nur der rechtliche Weg – nur wie er beschritten wurde (ohne Anhörung etc.), war ohne Frage dämlich! Und irgendwie erinnert mich dieses vorgehen an den Fall des “IM Schubert” der wochenlang die Medien beherrscht hat. Dort war es genauso, Stasivorwürfe wurden laut, in einer Austellung von Schülern aufgearbeitet und von ihm gerichtlich verboten. Nur das man damit viel mehr Aufsehen erregt, als wenn man die Ausstellung laufen lassen würde – das ist leider nur den wenigsten bewusst. In diesem Sinne – Herzlichen Glückwunsch
Quelle: Focus.de
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